Jüdischer Friedhof

Der jüdische Friedhof liegt am sog. Judenküppel, einer kleinen Erhebung am östlichen Ende des Wollenbergs, direkt an der Gemeindegrenze und bereits auf dem Stadtgebiet Wetters. Er ist erstmals um 1750 nachweisbar und wurde über rund zweihundert Jahre hinweg von den jüdischen Einwohnern Wetters, Goßfeldens, Sarnaus, Sterzhausens und Calderns genutzt. (Bis auf eine kurze Unterbrechung um 1900 gab es eine zusammenhängende jüdische Gemeinde, deren Sitz zunächst Goßfelden, später Wetter war.) Auch einige Einwohner Oberasphes liegen hier bestattet.

Bis heute befinden sich 56 vollständig oder teilweise erhaltene Grabsteine auf dem Friedhof, der in der Zeit des Nationalsozialismus verwüstet und auch 1989, Anfang der 1990er Jahre und 2008 erneut zum Ziel von antisemitisch motiviertem Vandalismus wurde.

Seit 2018 liegt ein vollständiger kommentierter Grabsteinkatalog mit Einführung und ergänzendem Karten- und Bildmaterial vor (s. hier bzw. Literatur).

Weiterlesen / Nachweise

Literatur

Links

Informationen zu jüdischen Grabstätten und Friedhöfen bietet auch das Landesgeschichtliche Informationssystem Hessen (LAGIS):

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